Rupert Neudeck 
* 14. Mai 1939      † 31. Mai 2016

Er hätte sich „auch mit dem Teufel an einen Tisch gesetzt“, um seine humanitären Ziele zu erreichen. Rupert Neudeck, Deutschlands Aktivist Nummer Eins in Sachen Menschenrechte, ist am 31. Mai im Alter von 77 Jahren in seinem Heimatort Troisdorf gestorben.

Sein Name ist untrennbar mit der „Cap Anamur“ verbunden - dem deutschen Hilfsschiff, das am 9. August 1979 von Japan aus in See sticht, um vietnamesische Boat People zu retten. Mehr als 11.000 Menschen werden es am Ende sein. Den riesigen Aufwand dieser Mission hat der „Menschenfischer und Dickkopf Neudeck“, wie der WDR ihn nennt, ausschließlich mit Spendenmitteln bestritten. Kosovo, Sudan, Syrien, Irak folgen: Neudeck hat bis zuletzt mit seinem Friedenscorps „Grünhelme“ an zahlreichen Elends-Orten der Welt Hilfe geleitet.

Von Anfang an hat Rupert Neudeck uns von KALI:MERA als Ratgeber zur Seite gestanden. Und von Anfang an haben wir nach der Philosophie unseres Freundes Neudeck gehandelt - Hilfe zu organisieren, die ohne Umwege direkt die Menschen erreicht, die in Not sind. Ein langer Weg liegt zwischen den Boat People Vietnams und den Schutzsuchenden an den Küsten von Lesbos. Wir werden diesen Weg fortsetzen. Und Rupert wird bei uns sein. Immer.                                                                             

Andreas Stephainski









Neudecks langer Weg. Er begann 1979 mit der Rettung der vietnamesischen Boat People im Südchinesischen Meer und führte ihn ab 2015 auch zu den Schutzsuchenden an den Küsten von Lesbos.


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